Fotografische Grundlagen – Spuren

Glücklicherweise habe ich im ersten Semester trotz totalem Einstiegschaos die richtige Wahl getroffen, was Fotografie betrifft. Fern von Spülmittelflaschen habe ich mich eingenebelt.

Einer der “Fotogurus” der FH, ob selbsternannt oder verdient, lässt in seinem Kurs-Pendanten Spüliflaschen Fotografieren. Yeah. Technisch sicherlich anspruchsvoll, aber gestalterischer Bullshit. An dem Kurs von Frau Kaloussi war kaum Interesse, was vielleicht auch daran lag, dass Sie und Ihre Inhalte nicht in der Einführungswoche vorgestellt wurden. Ich wusste nur dass ich keine Spülmittelflaschen fotografieren wollte, aber mit dem meiner Wahl für Fotografische-Grundlagen lag ich genau richtig. Konzeptionell, auf Serie ausgelegt und vor allem mit allen künstlerischen Freiheiten.

Das gestellte Thema war “Spuren”. Ich kam recht früh auf diese Lichtidee, so dass alles ganz gut reifen konnte und ich vor allem auch Zeit hatte. So standen ich und das Modell für jedes Bild etwa eine Stunde in dem Zeug, das die Nebelmaschine Marke “McCrypt” – Topausstatter jeder 20 m²-Dorfdisse – ausspuckte, was mir meine Lunge hoffentlich verzeiht. Letztlich haben die Bilder ein starkes Rauschen bekommen, was allerdings nicht am Chip oder ISO liegt, sondern es sind tatsächlich die Nebelpartikel. Belichtungstechnisch war es nicht immer ganz einfach. Einerseits sollten die Lichtspuren im Nebel erkennbar sein, andererseits sollte Projektion und Modell richtig belichtet sein. Da wo es ging entschied ich mich für HDRI, ansonsten tat es auch die Montage zweier Belichtungen.

Ein Studienkollege hat die Präsentation gefilmt und mit scheusslich pornöser Musik versehen…

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