estación – ein selfmade audioclient

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Mein Dell Axim X30 gehört inzwischen – zumindest in IT-Zeitrechnung -  zum alten Eisen der Mobilcomputer-Geschichte. Also ein Smartphone ohne -phone, und sonderlich smart war es der usability auch nicht. Bevor es also völlig nutzlos wurde, habe ich meinem einstigen Helferlein ein zweites Leben verschafft.

Da inzwischen Musik zuhause zu 90%  in Form von mp3 gehört wird, ist es doch eine riesige Energieverschwendung, immer den Rechner am laufen zu haben. Die Idee ein mp3-Rack für Hifi-Anlagen oder ein eigenständiges Gerät zu entwerfen ist also folgerichtig und nicht neu, nur sind die Dinger entweder Schweineteuer oder sehen aus wie eine Steuereinheit bei einem drittklassigen Science-Fiction Film. Mein Axim hat eine immernoch flotte CPU mit 600Mhz und einen für die Größe vernünftigen Audiochip. Aber das Ding so an die Wand zu hängen, wäre unglaublich hässlich und der Touchscreen nur mit Stift zu bedienen.

Kleben, schrauben, modifizieren…

Die “estación” sollte her. Unspektakulärer Name, der mir in Spanien kam. Keinesfalls E-Stäischn o.ä., vielmehr mit einem saftigen Lispeln ausgesprochen. Estación bedeutet in der Umsetzung ein neues Gehäuse aus Karton, gefrickel im Innenleben um die Bedienelemente zu übertragen und eine neue Benutzeroberfläche für Windows Mobile. Letztes habe ich mit einfachen Tools und Stapelverarbeitungen “programmiert” und dem ganzen eine einfache, typografische Benutzeroberfläche gegeben. Der Dreh- und Angelpunkt des Systems, der Musicplayer, hat dabei noch einen seperaten Anstrich bekommen, der sich an dem Gehäuse orientiert. Basierend auf dem OpenSource Player “MortPlayer”, der einige Erweiterungen bietet und gut anpassbar ist, lässt sich die estación per Gesten steuern. Über Miniklinke lassen sich Computerboxen bzw. über Minilinke-Cinch auch ein Verstärker anschließen.

Das Design

Angesichts dem rudimentären Aufbau und als Augenzwinkern an die schnelllebigkeit der IT-Welt, dachte ich an ein Retrodesign für das Gehäuse. Das Gerät ist klobig und erinnert ein bisschen an 70er Jahre Sportwagen oder eine Steuereinheit im Todesstern. Ganz im Thema der Siebziger habe ich durchgängig die “Univers” von Adrian Frutiger verwendet, welche mit den Sommerspielen München ‘72 unter der Hand von Otl Aicher wohl ihren populärsten Auftritt hatte. Als Screenfont nicht die beste Wahl, aber man kanns lesen. Als i-Tüpfelchen habe ich die i-Tüpfelchen in der Benutzeroberfläche und dem Logo weggelassen. Sobald alles fertig ist (Anleitung und Verpackungsdesign ist in Mache ;) , werde ich mal ein Video der estacion in Aktion hochladen.

Kommentare

2 Kommentare zu “estación – ein selfmade audioclient”

  1. Babbel am Dezember 2nd, 2009 20:35

    Sehr coole Sache :)

  2. Bene am Dezember 2nd, 2009 21:22

    Geiles Teil :D

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